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Schüssel und Freunde helfen zum fünften Mal Oberurseler Familie
Von Andrea Rosenbaum
Oberursel. Zum fünften Mal hat der Oberurseler Kabarettist Peter Schüßler unter dem Namen „Schüssel und Freunde helfen“ Sponsoren zusammengetrommelt, um eine bedürftige Oberurseler Familie zu unterstützen. „Diesmal sind es 35 Institutionen, Geschäftsleute oder sonstige Bekannte, die sich beteiligt haben“, erzählt Schüssler erfreut, „die meisten dieser Verbindungen sind ja schon fast Freundschaften.“ Im September bereits, wenn er mit seinem Kabarettprogramm beginne, sprächen ihn die Leute an: „Na, Schüssel, machste wieder Deine Weihnachtsaktion?“
„In diesem Jahr haben wir eine alleinerziehende Oma herausfiltern können, die ihre drei Enkeltöchter im Alter von drei, zwölf und 21 Jahren alleine großzieht“, berichtet der wohltätige Humorist. Der Mann der 71-jährigen sei vor einiger Zeit gestorben und die Eltern der drei Mädchen nicht in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern.
Da kam es dem rührigen Orscheler mit dem großen Herz gut zu pass, dass der neu gegründete Lionsclub Schillerturm den mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt erwirtschafteten Betrag sogar noch aufrundete und für die Familie zur Verfügung stellte. „Doch auch Privatleute, wie etwa Peter Grüner, drücken mir einfach bei einem meiner Auftritte mit den Worten „Für Deine Hilfsaktion“ Geld in die Hand, es ist wirklich toll, wie viele Oberurseler bereit sind, zu helfen.“ Die Firma Edeka habe sich ebenfalls nicht lumpen lassen und einen größeren Obolus gespendet, so die „Schüssel“. Da würden Einkaufs- und Tankgutscheine, solche für den Bäcker oder Schreibwarenhändler bereitgestellt. Aber auch das Auto der Oma, dass laut der älteren Dame ein paar Macken habe, kann dank eines hilfsbereiten KFZ-Mechanikers repariert werden. „Man hat gar keine Vorstellung wie viele arme Menschen es in Deutschland und direkt in unserer näheren Umgebung gibt“, betont Schüßler, „wir müssen nicht mehr in die dritte Welt blicken, um Kinderarmut wahrzunehmen.“
Da habe es doch schon etwas verwundert, das ein Reiseunternehmen sich mit dem Satz „Wir spenden schon für Afrika und bei Ihrer Aktion machen wir nicht mit“ aus der Affäre gezogen habe, bedauert die Lebensgefährtin Schüßlers, Nicole Horn. „Wir wollten doch nur eine Ferienwohnung an der Ostsee für die Großmutter, die seit Jahren nicht mehr im Urlaub war“, führt Schüßler enttäuscht weiter aus. Doch jetzt sei dank seines Freundes Nils Britze ein kostenloser Aufenthalt in der Taunustherme für Oma und Kinder herausgesprungen, fügt er hinzu, und dem Zusammenschluss einiger weiterer guter Kumpel sei das Essensgeld für die Kita entsprungen sowie die Schreinerei Hansen Laminat plus Legen versprochen habe. „Vom Blumen Schui gibt’s dann noch den Weihnachtsbaum“, strahlt Schüßler dankbar in die Runde seiner ganzen Spender, denen er, nachdem er jeden gewürdigt und lobend erwähnt hat, eine Urkunde überreicht. Schüßler hofft, dass seine Weihnachtsaktion noch viele Jahre fortbestehen möge und wirft noch schnell ein: „Die älteste der drei Mädchen möchte gerne ihren Traumberuf Apotheken- oder Arzthelferin erlernen, eventuell bekommt sie einen Ausbildungsplatz bei einem Doktor, wenn es jedoch weitere Apotheker oder Ärzte mit Kapazitäten gibt, können diese sich vertrauensvoll an mich wenden, ich leite dies dann weiter.“
Jetzt kann Weihnachten kommen, denn die „Orscheler Christkinder“ haben ihre Hausaufgaben gemacht.
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