Um einer bedürftigen Familie aus der Brunnenstadt eine schöne Wehnacht zu bescheren, ziehen die zehn
Sponsoren um den Kabarettisten Peter Schüßler (Dritter von links) an einem Strang. Foto: Adolf Reichwein


Eine gute Idee und viele Gaben


Von Petra Pfeifer
Oberursel. Gar weihnachtlich geht es zu in der Brunnenstadt, und das liegt nicht allein an Lichterglanz oder Tannengrün. Angestoßen hat folgende anrührende Geschichte „Weihnachtsmann” Peter Schüßler,. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der so genannten "Schüssel-Kaps" – Baseball-Mützen, die der Kabarettist bei seinen Auftritten verkaufte und die von dem Oberurseler Unternehmen Dayton Progress GmbH gesponsert wurden — wird einer in Not geratenen Familie aus der Brunnenstadt eine "Frohe Weihnacht" beschert. Sie wurde mit Hilfe des Sozialamts ausgewählt und möchte ihren Namen nicht genannt wissen.
Mit dem Geld sollen die Wunschzettel der drei Kinder erfüllt werden, außerdem bekommt die fünfköpfige Familie Kleidergutscheine sowie eine Mikrowelle. "Wichtig ist uns dabei, allein Sachspenden oder Gutscheine zu überreichen, betont "die Schüssel" im Kreise vieler anderer Weihnachtsmänner. Denn nicht allein er und Wilkinson sorgen für Freude in besagtem Oberurseler Zuhause.
Angesteckt v. der wohltätigen Idee tragen Geschäftsleute und Freunde des Kabarettisten das Ihre bei: Die Metzgereien Göbel (Stierstadt), Lemanczek (Weißkirchen), Abt & Wirtz (Oberursel) haben Einkaufsgutscheine ausgestellt, die zusammen einen Betrag von 350 Euro ergeben. Das Backhaus Christoph Spreitzer hat ebenfalls Gutscheine ausgegeben und liefert zum Fest Stollen und Plätzchen. Das Brauhaus Vetter sorgt fürs komplette Weihnachtsmenü an Heiligabend.
Seinen Teil beigetragen hat bereits Karosseriebauer Roland Schubnell, der das ausgefallene Auto der Familie wieder zum Laufen brachte. Für Softdrinks sorgt Frank Steier vom Getränkevertrieb Jansen. Und damit die vier Wände der Beschenkten einen festlichen Schmuck haben, gibt ihnen Marktbetreiber Carlo Frydryk Adventskranz und Tannenbaum. Für Sportkleidung sorgt Karl Kilb vom Sportshop in Schmitten und den Kindern die Haare schneiden will Friseur Joachim Kajba. Die Entscheidung, an dem guten Zweck mitzuwirken, steht bei keinem allein unter wohltätigem Aspekt: "Mit der Aktion möchten wir bei unseren Mitmenschen das Bewusstsein wecken, was um sie herum geschieht", so Karl Kilb.
Bescheiden neben so viel schönen Gaben erscheinen die Wünsche der Kinder: Außer Filzstiften, Pflanzen und CDs wünschen sich alle drei am meisten eine größere Wohnung, denn bisher leben sie in einer Sehr kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Bis zu 800 Euro Warmmiete könnten die Eltern zahlen. Am meisten geholfen wäre ihnen aber– darin sind sich Ale Wohltäter einig — wenn das Familienoberhaupt wieder eine vernünftig bezahlte Anstellung bekäme, nachdem sein bisheriger Arbeitgeber in die Insolvenz geraten war und er eine unter dem Sozialhilfesatz liegende Tätigkeit annahm. Vorstellen kann er sich, wie Peter Schüssler erzählt, wieder in einem Lager als Kommissionierer zu arbeiten oder mit seinem handwerklichen Geschick eine Hausmeistertätigkeit zu übernehmen. Kontaktperson ist Peter Schüßler, Telefon (06171) 580824.

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